Mehrere Betriebssysteme (Guest) auf einem Rechner (Host) - das ist ‘ne tolle Sache. Vor allem dann, wenn man mehrere Umgebungen benötigt.
Es ist ja selbst heute nicht selbstverständlich, dass Hersteller über den Tellerrand blicken und so tut man gut daran immer eine VM zur Hand zur haben.
Was gibt es da?
Nun für den schnellen Einstieg würde ich immer VirtualBox (Sun/Oracle) empfehlen (stand heute). Wer die VMs, die virtuellen Maschinen, nicht nur auf seinem heimischen PC benötigt, sondern auch im Business-Umfeld, der sollte vielleicht zu etwas anderen Varianten greifen.
Da wäre zuerst einmal VMware. - Sicher einer der Wegbereiter und schon sehr lange im “ernsthaften” Umfeld angekommen. - Sehr zu empfehlen!
Wer sich daran stört von einer Firma abhängig zu sein, der liebäugelt vielleicht mit XEN. Citrix hat dort die Hand drauf. Und da auch diese ihr Handwerk verstehen kann man schon gern mal einen XEN-Server aufsetzen. Unangenehme und etwas “beschränkte” Kleinigkeit: Die Administration geht nur über einen Windows-Rechner. - Traurig und sicher weniger als durchdacht. Bevor “ich” mich dann mit weniger zufrieden gebe und dann anfange die XEN-Befehle auf der Shell nachzubauen, drehe ich dieser Lösung doch sehr leicht-herzig den Rücken.
Schlussendlich haben diese Lösungen eines gemein:
Man bekommt immer nur das eingeschränkte Paket. - Will man sich etwas austoben, wird es gleich mal teuer.
Dann bliebe da eigentlich nur noch KVM; die präferierte Methode der Virtualisierung von Red Hat. Red Hat ist ja nun auch nicht gerade klein und bestimmt die Richtung im Linux-Markt grundlegend mit.
Solange Oracle sich noch nicht Red Hat gegriffen hat, und ich orakle, dass sie es tun werden, scheint mir KVM die beste aller Lösungen.
KVM folgt seit ewigen Zeiten einem Virtualisierungskonzept, dass sich bereits im Linux-Kernel befindet. Es ist einfach, schnell und wir mit Sicherheit in der nächsten Zeit ganz nahe an die Konkurrenz heranrücken.
Lange Rede, kurzer Sinn! - Hier geht es um KVM und USB!
Nachdem ich mir ein Image erstellt und in dieses meine Windows-Installation vollendet habe, muss ich nun noch USB hinzufügen.
Problem: der VirtManager, welcher die Bedienung sehr erleichtert, unterstützt zur Zeit kein USB. Nun könnte man die erstellte Konfiguration händisch manipulieren, oder man geht gleich den ganzen/richtigen Schritt und macht mal wieder alles selbst.
lsusb
Bus 005 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 008 Device 002: ID 17ef:1003 Lenovo
Bus 008 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 003 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 006 Device 005: ID 091e:0003 Garmin International GPSmap (various models)
Bus 006 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 004 Device 002: ID 08ff:2810 AuthenTec, Inc.
Bus 004 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 007 Device 001: ID 1d6b:0001 Linux Foundation 1.1 root hub
Bus 002 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub
Bus 001 Device 001: ID 1d6b:0002 Linux Foundation 2.0 root hub
Das Gerät, das ich anschließen bzw. durchschleifen will, ist “091e:0003″.
Das sich daraus ergebende Kommando sieht wie folgt aus:
qemu-kvm -M pc -hda /data/public/container/winxp.img -m 1024 -smp 2 -vga std -name winxp -usb -usbdevice host:091e:0003
Ganz einfach! Wenn ich die unnötig-lange Vorrede weggelassen hätte, wäre es nur ‘n Zweizeiler geworden!