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Oracle ApplicationServer sauber löschen

Oracle Produkte verzichten auf die Installations- bzw. Deinstallations-Mechanismen des Betriebssystems. Es wird allerdings ein eigener Java-Installer mitgebracht, mit dem die Installation recht gut klappt. Der Punkt ‘Deinstallieren’ kling ebenfalls sehr viel versprechend. - Funktioniert aber ‘gern’ mal nicht so wie gewünscht. Will man nämlich den Oracle ApplicationServer ‘richtig’ deinstallieren, lässt sich das so nicht zuverlässig erledigen.

Diese Anleitung zeigt die vollständige und damit vernichtende Entfernung des Oracle ApplicationServers von einem Microsoft Windows 2003 Server (x64).

Die Deinstallation per Hand hat natürlich auch ihre Nachteile. So werden damit sämtliche Oracle-Produkte auf dem Rechner unbrauchbar. - Es ist also äußerste Vorsicht geboten!!!

applserver-serviceZuerst müssen die Oracle-Dienste beendet werden.

Dabei ist zu beachten, dass zuerst die Oracle Console (AS-Control) und dann der Oracle ProcessManager gestoppt wird. Die Reihenfolge ist nun, so kurz vor der Löschung, sicher nicht mehr so sehr wichtig, aber wir wollen doch nicht der AS-Control die Beine wegreißen, oder?!

Sind die beiden Dienste beendet, so kann auch schon die ‘große Löschaktion’ gestartet werden.

Bevor es allerdings los geht, sollte man herausbekommen, ob das Windows-System der präferierten 32 Bit-Philosophie folgt, oder ob man sich doch für den anarchistischen 64 Bit-Ansatz entschieden hat. Der Oracle ApplServer ist zwar für Windows 2k3 x64 zertifiziert, “kann” sich aber dennoch vereinzelt ‘anders’ verhalten.

Ich werde die differierenden Pfade extra kennzeichnen. Ich schreibe zuerst die 32 Bit-Variante und, so es eine Differenz zur 64 Bit-Version gibt, werde ich diese dahinter vermerken.

Registrierung

Registrierung

Als erste wirklich zerstörende Aktion werden ‘lebenswichtige’ Registrierungsschlüssel gelöscht. ‘HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\ORACLE’ bzw. ‘HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\ORACLE‘ sind der Todesstoß. Damit Windows die beiden Dienste beim nächsten Systemstart nicht gleich mitstartet, werden diese Einträge auch gleich mitgelöscht. Diese finden sich unter ‘HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Oracle…‘ Weg mit beiden Einträgen!

Wenn man nun bereits Windows einen Neustart verpasst, so kann das sicher nicht schaden. Das kann unter Umständen das unangenehme Problem mit möglichen File-Locks, also Dateisperren, die das Löschen vom Betriebssystem her schon verhindern, lösen.

shutdown /r

Tipp:
Sollte man feststellen, das das Herunterfahren ‘jetzt’ nicht richtig war, so stoppt ‘shutdown /a‘ diesen Prozess und hält Windows am Leben.

Nachdem Windows wieder vollständig hochgefahren ist, zeigt ein blick auf die Laufenden Dienste, dass weder der ProcessManager noch die AS-Control vorhanden sind. - Wenn nicht, so sollte noch mal ein Blick in die Registrierung geworfen werden.
Kurz gefasst: Nun ist Zeit für Panik, denn in diesem Fall wurden die falschen Schlüssel gelöscht! :-)

Nun können die Daten der binären Installation gelöscht werden. Dazu muss das Installationsverzeichnis des Oracle Application Servers entfernt werden. Wo dieses sich befindet, hängt von der entsprechenden Installation ab. Bei mir ist das ‘D:\Oracle\ApplSrv’.
Darauf folgend ist das Oracle Inventory an der Reihe. Dieses befindet sich im Verzeichnis der 32 Bit-Programme. - ‘C:\Programme\Oracle\Inventory’ oder ‘C:\Program Files (x86)\Oracle\Inventory’ im Falle der 64 Bit-Version. Das ‘OraInventory’ muss vollständig gelöscht werden.

Das war’s - Damit ist Windows bereit für eine neue/frische Installation des Oracle ApplicationServers.

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