JoeToe

Oracle Client unter Linux

Oracle basiert auf Java und ist somit Plattformunabhängig. Dennoch gibt es verschiedene Versionen für verschiedene Betriebssysteme und diese sind auch noch beschränkt auf die, für die Oracle eine Zertifizierung herausgegeben haben. Das heißt: Will man den Oracle Client beispielsweise unter Debian installieren, so muss man wieder mal zaubern.

Der erste Versuch geht natürlich blauäugig über den Nutzer root.

1. Versuch:
./runInstaller

Starting Oracle Universal Installer...
Checking installer requirements...
Checking operating system version: must be redhat-3, SuSE-9, redhat-4, UnitedLinux-1.0, asianux-1 or asianux-2
                                      Failed <<<<
Exiting Oracle Universal Installer, log for this session can be found at
/tmp/OraInstall2009-04-14_01-37-50PM/installActions2009-04-14_01-37-50PM.log

2. Versuch:
./runInstaller -ignoreSysPreReqs

Starting Oracle Universal Installer...
Checking installer requirements...
Checking operating system version: must be redhat-3, SuSE-9, redhat-4, UnitedLinux-1.0, asianux-1 or asianux-2
Failed <<<<
>>> Ignoring required pre-requisite failures. Continuing...Preparing to launch Oracle Universal Installer from /tmp/OraInstall2009-04-14_01-41-01PM. Please wait ...
The user is root. Oracle Universal Installer cannot continue installation if the user is root.
: No such file or directory

3. Versuch
mkdir /opt/oracle
chmod 777 /opt/oracle/
su USER
./runInstaller -ignoreSysPreReqs

Die grafische Installation öffnet sich - das ist schon mal gut.
Mit “Next” wird bestätigt, dass man wirklich installieren will.

Der Folgedialog schlägt den Pfad zum oraInventory vor - Klar, dass dieser falsch ist, da hier nun das USER-Home die Basis für die Installation ist. “/opt/oracle/oraInventory” ist die Eingabe, die zur Wunschinstallation führt. Die Installationsgruppe ist nur dann interessant, wenn mehrere Nutzer diesen Oracle-Client nutzen sollen/wollen.

Auch der darauf folgende Dialog bietet wieder Optionen, die in unserem Fall ganz klar gemacht werden müssen. Es ist nämlich der 2. Punkt (Administrator), der zu einer erfolgreichen Installation führt. Hier lassen sich nun auch die Produkt-Sprachen auswählen.

Wer hätte es gedacht - auch der Inhalt des nächsten Dialoges muss kräftig angepasst werden.
Name: OraClient10g_1
Path: /opt/oracle/product/10.2.0/client_1
Natürlich kann an dieser Stelle etwas variiert werden - Je nach Geschmack und Vorliebe.

Oracle-Client: Error

Oracle-Client: Error

Die Zusammenfassung bietet wenig Möglichkeiten zur Anpassung - Sie deutet an, dass nun endlich installiert werden kann.

Wer hätte es gedacht: Bei 88% fliegt einem die Installation mit einem Linking-Fehler um die Ohren. Da es die Möglichkeit gibt und ich es, wie immer, besser weiß, klicke ich auf “Continue” und stelle damit klar, was ich von solchen Installationen halte.

Ist die Installation dann so weit abgeschlossen, lässt sich der Client konfigurieren.

Zu guter Letzt müssen zwei Skripte mit root-Rechten ausgeführt werden:
/opt/oracle/oraInventory/orainstRoot.sh
/opt/oracle/product/10.2.0/client_1/root.sh

Sollte das letzte Skript auf Fehler laufen, dann liegt das vermutlich an abweichenden Pfaden. Im Falle von Debian & Co. muss das Skript geöffnet und der “awk”-Pfad geändert werden. Wo die entsprechenden Binaries liegen erfährst beispielsweise du mit Hilfe von “which awk“.

Nun ist die Installation vollzogen und wer glaubt, dass der Gnome-Desktop oder gar KDE nun einen neuen Eintrag hat, der wird bitter enttäuscht sein. Es ist sogar noch schlimmer:
Wie startet man diesen Enterprise Manager?!

cd /opt/oracle/product/10.2.0/client_1/bin
./oemapp console

Fast zu einfach! Wer den Oracle-Bin-Pfad nun in dem User-Profile hinzufügt, der wird sich mit Sicherheit das tägliche Leben mit dem Oracle Client kräftig erleichtern!
vi ~/.profile
PATH=”/opt/oracle/product/10.2.0/client_1/bin:$PATH”
ORACLE_HOME=/opt/oracle/product/10.2.0/client_1

Das sollte teoretisch funktionieren - aber eben nur teoretisch!

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